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Lärmaktionsplanungen in den Gemeinden

Am 18. Juli 2002 trat die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm” in Kraft. Damit hat die Europäische Gemeinschaft den – mit dem Grünbuch „Künftige Lärmschutzpolitik ” skizzierten – Weg in Richtung rechtlicher Regelungen auch im Bereich der Geräuschimmissionen in der Umwelt beschritten.

Mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie gibt es erstmals einen gemeinsamen europäischen Ansatz zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerung. Dabei werden nach vergleichbaren Verfahren Lärmschwerpunkte durch eine umfassende, strategische Lärmkartierung ermittelt. Auf Grundlage der Lärmkarten werden unter aktiver Mitwirkung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne aufgestellt.

Das grundsätzliche Ziel der Richtlinie lautet: „Die Gewährleistung eines hohen Gesundheits- und Umweltschutzniveaus ist Teil der Gemeinschaftspolitik, wobei eines der Ziele im Lärmschutz besteht.” Hierfür ist es notwendig „schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigung, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern.” Um dieses Ziel zu erreichen, sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Die Belastung durch Umgebungslärm wird anhand von Lärmkarten nach gemeinsamen Bewertungsmethoden ermittelt;

  • Es wird sichergestellt, dass die Öffentlichkeit über Umgebungslärm und seine Auswirkungen informiert wird;

  • Die Mitgliedstaaten erstellen Aktionspläne, die auf Basis von Lärmkarten erarbeitet wurden. Ziel ist es, den Umgebungslärm soweit erforderlich – und insbesondere in Fällen, in denen das Ausmaß der Belastung gesundheitsschädliche Auswirkungen haben kann – zu verhindern, zu mindern sowie die Umweltqualität in den Fällen zu erhalten, in denen sie zufriedenstellend ist.

Lt. § 47 d Abs. 5 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) müssen „Lärmaktionspläne … bei bedeutsamen Entwicklungen für die Lärmsituation, ansonsten jedoch alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Aufstellung überprüft und erforderlichenfalls  überarbeitet“ werden.

Waren in der 1. Stufe der Lärmaktionsplanung (2007) zunächst nur die Gemeinden Pohnsdorf (Bezug: B76), Löptin und Nettelsee (jeweils B 404) betroffen, verfügen seit der 2. Stufe (2013) 14 der 17 amtsangehörigen Gemeinden über eigene Lärmaktionspläne. Diese sind im Jahr 2018 durch die Gemeindevertretungen zu überprüfen und ggf. fortzuschreiben.

Die Übersichtskarten der Lärmkartierung 2017 für jede dieser 14 Gemeinden sind in der rechten Spalte hinterlegt.

Die Beratung und Beschlussfassung über die Fortschreibung der Lärmaktionspläne erfolgt im Rahmen öffentlicher Sitzungen in der Sitzungsrunde im Frühjahr 2018 (Februar - März - April).

Bitte beachten Sie die Öffnet externen Link in neuem FensterSitzungstermine und Tagesordnungen Ihrer Gemeinde.

 

Das Umweltbundesamt hat Informationen zu verschiedenen Lärmquellen zusammengestellt. Neben Erläuterungen, welches Lärmproblem welcher Lärmart zuzurechnen ist, findet man auch Hinweise auf einzelne Fachbegriffe, gesetzliche Regelungen Öffnet externen Link in neuem Fensterund mehr ...